Wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft und zugleich englischsprachige oder arabischsprachige Kundschaft erreichen will, muss beim Bezahlen deren Sprache sprechen. Ein schlecht übersetzter Shop kostet mehr Vertrauen als ein einsprachiger.
Ziel sind nicht zwei Websites, sondern ein Shop mit einem Katalog, einem Bestand und einer Bestellliste in mehreren Sprachen. So vermeidest du doppelte Arbeit.
Gib jeder Sprache eine eigene URL, sauber übersetzte Produktseiten und hreflang-Angaben, und halte dahinter einen einzigen Katalog und Bestand. Übersetze zuerst, was verkauft (Titel, Beschreibungen, Checkout, E-Mails), den Rest später.
Wähle Sprachen, die du pflegen kannst
Starte mit zwei Sprachen statt fünf. Jede Sprache ist das Versprechen, Preise, Beschreibungen, Bedingungen und E-Mails dauerhaft aktuell zu halten. Eine veraltete Seite in der zweiten Sprache ist schlimmer als keine.
Schalte die zweite Sprache erst frei, wenn jemand Kundennachrichten darin beantworten kann.
Eine URL pro Sprache und echtes SEO
Nutze eine klare Struktur wie /de/ und /en/, statt den Text unter derselben Adresse auszutauschen. So wird jede Sprache einzeln indexiert und kann für Suchen in dieser Sprache ranken. Mit hreflang-Tags sagst du Google, welche Seite zu welcher gehört.
Übersetze auch Seitentitel und Meta-Beschreibung. Suchbegriffe sind keine Wort-für-Wort-Übersetzungen: Deutsche suchen nach „Damen Sneaker“ oder „Geschenk für Papa“, nicht nach der übersetzten englischen Phrase. Recherchiere die Begriffe in der jeweiligen Sprache.
Recht, Steuern und Zahlarten
Preise gegenüber Verbrauchern müssen Endpreise inklusive MwSt. sein. Für Verkäufe in andere EU-Länder gelten besondere Regeln und Schwellenwerte, die sich ändern können; kläre sie mit deinem Steuerberater.
Impressum, Datenschutzerklärung (DSGVO), AGB, Widerrufsbelehrung und Cookie-Einwilligung müssen auch in jeder angebotenen Sprache vorhanden und verständlich sein; lass die Texte juristisch prüfen. Biete vertraute Zahlarten an, in DACH sind das häufig:
- SEPA-Lastschrift und Überweisung.
- Rechnungs- oder Ratenkauf, etwa über Klarna; Konditionen beim Anbieter prüfen.
- Kreditkarte und PayPal für internationale Kunden.
Layout und Mobilgerät
Deutsche Texte sind oft länger als englische; plane Platz in Buttons und Menüs ein. Der Sprachwechsler gehört auf jede Seite, merkt sich die Wahl und führt nicht zur Startseite zurück. Teste den Checkout mobil in jeder Sprache. Kommt Arabisch dazu, muss das Layout komplett gespiegelt werden.
Mit Uttra umsetzen
Beschreibe den Shop im Chat, prüfe die Live-Vorschau und ändere Texte per Chat oder per Klick auf das Element. Zum Einfügen:
„Baue einen Teeshop auf Deutsch und Englisch mit Sprachumschalter im Header, einem gemeinsamen Produktkatalog, Preisen in Euro inklusive MwSt., Impressum und Datenschutzseite sowie Checkout mit SEPA, Kreditkarte und Rechnung.“