Deutsche Kundinnen und Kunden zahlen online meist per PayPal, Karte, SEPA-Lastschrift oder auf Rechnung. Nachnahme kostet bei den Paketdiensten Zusatzgebühren und wirkt für viele altmodisch. Anders sieht es bei Kundschaft mit Bezug zur Türkei, zum Nahen Osten oder zu Osteuropa aus, wo Barzahlung bei Lieferung vertrauter ist.
Hier die ehrlichen Vor- und Nachteile und einfache Regeln für deine Entscheidung.
In Deutschland ist Nachnahme selten gefragt; Kauf auf Rechnung, PayPal, Karte und Lastschrift sind die gewohnten Wege. Nachnahme lohnt nur für bestimmte Zielgruppen, und dann nur mit klaren Grenzen und Bestätigung.
Was Zahlung bei Lieferung bringt
Der Vorteil ist Vertrauen: Der Kunde zahlt erst, wenn das Paket in der Hand liegt.
- Weniger Hürden für Kunden ohne Karte oder mit Misstrauen gegenüber unbekannten Shops.
- Keine Zahlungsgebühren eines Online-Zahlungsanbieters auf diese Bestellungen.
- Besserer erster Eindruck für eine neue Marke.
Was es dich kostet
Der Kunde kann an der Tür ablehnen. Dann zahlst du Hin- und Rücksendung, die Ware kommt manchmal beschädigt zurück und der Bestand war inzwischen gebunden.
Paketdienste berechnen für den Einzug in der Regel einen Aufpreis und überweisen das Geld mit Verzögerung. Prüfe die aktuellen Gebühren in deinem Vertrag, statt sie zu schätzen.
- Abgelehnte oder nicht abgeholte Pakete, Hin- und Rückversand auf deine Kosten.
- Verzögerte Auszahlung des eingezogenen Betrags.
- Manueller Abgleich von Zahlungseingängen und Bestellungen.
Regeln, damit es sich rechnet
Die meisten Verluste kommen von Scherz- oder Impulsbestellungen. Wenige günstige Maßnahmen helfen:
- Bestätige jede Bestellung per Telefon, SMS oder WhatsApp, bevor du versendest.
- Berechne eine kleine, vor der Bestellung klar sichtbare Nachnahmegebühr.
- Lege einen Höchstbetrag fest und verlange darüber Vorkasse.
- Biete statt Nachnahme-Strafe lieber ein kleines Skonto für Vorkasse an.
- Führe eine Liste von Nummern, die schon einmal abgelehnt haben.
- Beim Kauf auf Rechnung: nur mit Bonitätsprüfung oder über einen Zahlungsdienstleister, der das Ausfallrisiko trägt.
Die richtigen Zahlen beobachten
Miss die Ablehnquote je Paketdienst und Region und vergleiche deine Marge bei Vorkasse und Nachnahme. Ist sie in einer Region hoch, wechsle den Dienst oder verlange dort Vorkasse.
Die Mehrwertsteuer fällt unabhängig von der Zahlungsart an. Nenne Zusatzgebühren in den AGB und Preisangaben und prüfe die aktuellen Vorgaben mit deiner Steuerberatung.
Mit Uttra einrichten
In Uttra beschreibst du den Checkout im Chat und siehst ihn in der Live-Vorschau. Zum Beispiel: „Füge im Checkout die Zahlungsart Nachnahme mit 6 Euro Gebühr hinzu, mache die Telefonnummer zur Pflicht und zeige einen Hinweis, dass wir die Bestellung vor dem Versand bestätigen.“ Texte passt du per Klick an und veröffentlichst, wenn alles passt.